Liquiditätssicherung – So bleiben Sie „flüssig“

Die aktuellen Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus stellen viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Besonders für die stark vom Tourismus abhängige Inselwirtschaft ist die aktuelle Situation vielerorts existenzbedrohend. An dieser Stelle möchten wir Ihnen Ratschläge geben, wie angesichts der Corona-Krise die Liquidität sichergestellt werden kann.

Inhalt

Soforthilfe des Landes mit Unterstützung des Bundes

Kleine Unternehmen in allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 10 Beschäftigten können nun die angekündigte Soforthilfe des Bundes in Anspruch nehmen! Das Programmvolumen umfasst bis zu 50 Milliarden Euro.

Soforthilfeprogramm der IB S.H.

Antragsberechtigt sind kleine Unternehmen (einschließlich Unternehmen der landwirtschaftlichen Urproduktion) mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe. Mit dem Zuschuss soll in der Krise Liquidität in Unternehmen geschaffen werden, um laufende Betriebsausgaben wie z. B. Mieten, Kredite für Betriebsräume und Leasingraten für die nächsten 3 Monate (bei Mietminderung für die nächsten 5 Monate) zu überbrücken.

Die Soforthilfe wird als nicht rückzahlbarer einmaliger Zuschuss zur Überwindung der existenzbedrohenden Wirtschaftslage gewährt, die durch den von der Weltgesundheitsorganisation am 11. März 2020 als Pandemie eingestuften Ausbruch von COVID-19 entstanden ist. Je nach Höhe des im Antrag dargelegten Liquiditätsengpasses beträgt die Soforthilfe:

  • bis zu 5 Beschäftigte bis zu 9.000 Euro
  • über 5 und bis zu 10 Beschäftigte bis zu 15.000 Euro

Für die Anzahl der Beschäftigten ist auf Vollzeitäquivalente abzustellen, das bedeutet, Teilzeitkräfte sind in Vollzeitäquivalente umzurechnen. Ein Vollzeitäquivalent entspricht einer wöchentlichen Arbeitszeit von 39 Stunden.

Die Beantragung ist bis 31. Mai 2020 möglich. Alle Infos und Beantragung unter: https://www.ib-sh.de/produkt/corona-soforthilfe-programm/

Schleswig-Holstein-Finanzierungsinitiative für Stabilität

Um vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) bei der Bewältigung von Umsatzausfällen aufgrund der Corona-Krise zu unterstützen, hat die schleswig-holsteinische Landesregierung zusammen mit den Förderinstituten die „Schleswig-Holstein-Finanzierungsinitiative für Stabilität“ gestartet. Sie erleichtert den KMUs den Zugang zu Krediten und Eigenkapital.

Um den Hausbanken die Finanzierung dieser Unternehmen zu erleichtern, haben die Förderinstitute des Landes Schleswig-Holstein (Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein, Investitionsbank Schleswig-Holstein, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein) im Rahmen dieser Initiative ihre Angebote auf die Bedarfslagen der Unternehmen im Zuge der Corona-Krise ausgerichtet. Damit soll gewährleistet werden, dass den Unternehmen in Schleswig- Holstein ein schneller und einfacher Finanzierungszugang erhalten bleibt. Notwendige Voraussetzung dafür ist auch eine ausreichende Eigenkapitalbasis der KMUs. Dies kann im Rahmen der Finanzierungsinitiative durch die Beisteuerung einer möglichen stillen Beteiligung sichergestellt werden.

Das Kieler Wirtschaftsministerium hebt in seiner Pressemitteilung vor allem das Darlehensprogramm „IB.SH Mittelstandskredit“ hervor. Das Land werde im Rahmen dieses Programms für die von der Investitionsbank zugesagten Darlehen Garantien übernehmen.

Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein (BB-SH) bietet an, Überbrückungskredite zu besichern. Dies könne in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung geschehen. Dazu gelte eine neue Bürgschaftsobergrenze von 2,5 Mio. Euro und eine Ausweitung der Fördermöglichkeiten für Betriebsmittelkredite.

Ansprechpartner

Betroffene Unternehmen sollten im ersten Schritt auf Ihre Hausbank zugehen und den entsprechenden Kapitalbedarf ermitteln. Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein (BB-SH), Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein (MBG SH) haben gemeinsame Finanzierungskoordinatoren bestimmt: Jürgen Wilkniß von der BB-SH (Tel. 0431 5938 133, juergen.wilkniss@bb-sh.de) und Matthias Voigt von der IB.SH (Tel. 0431 9905 3330, matthias.voigt@ib-sh.de) sind die zentralen Ansprechpartner für Hausbanken und Unternehmen.

Antragsvoraussetzungen

  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
  • Etabliertes Geschäftsmodell mit ausreichend Perspektiven
  • Keine Negativmerkmale   (z.B.   Zwangsvollstreckung,   Mahnbescheide,   keine Insolvenztatbestände etc.)
  • Nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit

Das Angebot zielt in erster Linie auf kleine und mittlere Unternehmen  ab, die ein etabliertes Geschäftsmodell haben und ausreichend Perspektiven aufweisen, jedoch z.B. auf Grund von temporären Umsatzrückgängen im Zuge der Corona-Krise einen erhöhten Liquiditätsbedarf aufweisen. Ein konkretes Vorhaben wird zentral  durch  einen  Finanzierungskoordinator  geprüft  und  die  IB.SH,  MBG  oder Bürgschaftsbank  eingeschaltet,  um  eine  optimale  Finanzierung  mit  den  Angeboten  der Förderinstitute  zu  strukturieren.  Die  Hausbanken  der  Unternehmen  müssen  sich  in der Regel ebenfalls an der Finanzierung beteiligen.

Finanzierungsgrenzen

  • keine Untergrenze
  • bis zu 2.000 TEUR Fördervolumen*
  • bis 750 TEUR erfolgt die Antragsprüfung im Expressverfahren

Erforderliche Unterlagen

  • Beschreibung des Finanzierungsbedarfs und des Geschäftsmodells des Unternehmens
  • Wirtschaftliche Verhältnisse
    • Aktuell vorliegende Jahresabschlüsse
    • Selbstauskunft der Gesellschafter bei persönlicher Haftung
    • Aktuelle Zwischenzahlen
    • Herleitung des Kapitalbedarfs für 2020
    • Letzter Kreditbeschluss der Hausbank (inkl. PD des letzten Ratings)
    • Unterlagen zu Gesellschaftsverhältnisse (z.B. Organigramm)

Die SH-Finanzierungsinitiative ist zunächst bis zum 31.12.2020 befristet.

Rettungsschirm SH

Soforthilfeprogramm (100 Millionen Euro)

  • Zielgruppe: Kleinstunternehmer, kleine Gewerbetreibende und Solo-Selbstständige in einer existenzbedrohlichen Wirtschaftslage
  • Form: Zuschuss
  • Höhe: 2.500 Euro für Solo-Selbständige und Solo-Gewerbetreibende, 5.000 Euro für Selbständige und Gewerbetreibende bis fünf Mitarbeiter, 10.000 Euro für Selbständige und Gewerbetreibende bis zehn Mitarbeiter

Mittelstandsfonds (300 Millionen Euro)

  • Zielgruppe: Gewerbetreibende und Selbstständige, die unmittelbar durch staatliche Verordnungen im Zuge der Coronakrise in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage oder einen Liquiditätsengpass geraten sind
  • Form: Kredit, Laufzeit maximal zwölf Jahre
  • Höhe: 15.000 bis 50.000 Euro (zwei Jahre tilgungsfrei, fünf Jahre zinsfrei), 50.000 bis 750.000 Euro (fünf Jahre tilgungsfrei, keine Angabe zu Zinsen)

Fonds für Kultur, Bildung und Sport (50 Millionen Euro)

Mit den Mitteln aus dem Fonds sollen Kultur-, Bildungs- und Sporteinrichtungen unterstützt werden – etwa wenn sie Einnahmeausfällen hatten. Details wurde noch nicht festgelegt.

Weitere 50 Millionen wurden bisher nicht verplant – sie sind „für weitere Bedarfe reserviert“, teilte die Landesregierung mit. Erste Anträge auf Gelder aus dem Corona-Rettungsprogramm sollen nach Angaben von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) bereits in der kommenden Woche gestellt werden können.

Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen

Für Beschäftigte und Unternehmen, die von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen sind, wird ein Schutzschild errichtet, der auf vier Säulen beruht.

Kurzarbeitergeld flexibilisieren

Unsere ausführlichen Tipps zum Thema Kurzarbeitergeld finden Sie hier.

Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen

Um die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, werden die Möglichkeiten zur Stundung von Steuerzahlungen, zur Senkung von Vorauszahlungen und im Bereich der Vollstreckung verbessert.

  • Die Gewährung von Stundungen wird erleichtert. Die Finanzbehörden können Steuern stunden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde. Die Finanzverwaltung wird angewiesen, dabei keine strengen Anforderungen zu stellen. Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird.
  • Vorauszahlungen können leichter angepasst werden. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt. Die Liquiditätssituation wird dadurch verbessert.
  • Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z. B. Kontopfändungen) beziehungsweise Säumniszuschläge wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

Bei den Steuern, die von der Zollverwaltung verwaltet werden (z.B. Energiesteuer und Luftverkehrssteuer), ist die Generalzolldirektion angewiesen worden, den Steuerpflichtigen in entsprechender Art und Weise entgegenzukommen. Gleiches gilt für das Bundeszentralamt für Steuern, das bei seiner Zuständigkeit für die Versicherungssteuer und die Umsatzsteuer entsprechend verfahren wird.

Milliarden-Schutzschild für Betriebe und Unternehmen

Mit neuen und im Volumen unbegrenzten Maßnahmen zur Liquiditätsausstattung schützt die Bundesregierung Unternehmen und Beschäftigte. Zunächst werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Mit diesen Mitteln können im erheblichen Umfang liquiditätsstärkende Kredite privater Banken mobilisiert werden. Dazu werden etablierte Instrumente zur Flankierung des Kreditangebots der privaten Banken ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht:

KfW-Kredite

  • Die Bedingungen für den KfW-Unternehmerkredit (für Bestandsunternehmen) und ERP-Gründerkredit – Universell (für junge Unternehmen unter 5 Jahre) werden gelockert, indem Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für Betriebsmittelkredite erhöht und die Instrumente auch für Großunternehmen mit einem Umsatz von bis zu zwei Milliarden Euro (bisher: 500 Millionen Euro) geöffnet werden. Durch höhere Risikoübernahmen in Höhe von bis zu 80% für Betriebsmittelkredite bis 200 Millionen Euro wird die Bereitschaft von Hausbanken für eine Kreditvergabe angeregt.
  • Für das Programm für größere Unternehmen wird die bisherige Umsatzgrenze von zwei Milliarden Euro auf 5 Milliarden Euro erhöht. Dieser „KfW Kredit für Wachstum“ wird umgewandelt und künftig für Vorhaben im Wege einer Konsortialfinanzierung ohne Beschränkung auf einen bestimmten Bereich (bisher nur Innovation und Digitalisierung) zur Verfügung gestellt. Die Risikoübernahme wird auf bis zu 70% erhöht (bisher 50%). Hierdurch wird der Zugang von größeren Unternehmen zu Konsortialfinanzierungen erleichtert.
  • Für Unternehmen mit mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz erfolgt eine Unterstützung wie bisher nach Einzelfallprüfung.

Bürgschaftsbanken

Bei den Bürgschaftsbanken wird der Bürgschaftshöchstbetrag auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt. Der Bund wird seinen Risikoanteil bei den Bürgschaftsbanken um 10% erhöhen, damit die in der Krise schwer einzuschätzenden Risiken leichter geschultert werden können. Die Obergrenze von 35% Betriebsmitteln am Gesamtobligo der Bürgschaftsbanken wird auf 50% erhöht. Um die Liquiditätsbereitstellung zu beschleunigen, eröffnet der Bund die Möglichkeit, dass die Bürgschaftsbanken Bürgschaftsentscheidungen bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig und innerhalb von 3 Tagen treffen können.

Das bislang auf Unternehmen in strukturschwachen Regionen beschränkte Großbürgschaftsprogramm (parallele Bund-Länder-Bürgschaften) wird für Unternehmen außerhalb dieser Regionen geöffnet. Der Bund ermöglicht hier die Absicherung von Betriebsmittelfinanzierungen und Investitionen ab einem Bürgschaftsbedarf von 50 Mio. Euro. und mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80%.

Stärkung des Europäischen Zusammenhalts

Auf europäischer Ebene setzen sich Bundesfinanzminister Scholz und Bundeswirtschaftsminister Altmaier für ein koordiniertes und entschlossenes Vorgehen ein. Deutschland ist sich seiner Verantwortung für Europa bewusst. Im engen Austausch mit den europäischen Partnern wird die Bundesregierung ihre Corona-Maßnahmen europäisch verzahnen.

Steuererleichterungen / Stundungen

Einkommens-, Körperschaft- und Gewerbesteuer

Eine Reaktion auf die zu erwartende schwierige Situation erreichte uns aus dem Wirtschaftsministerium des Landes: So werden in Bezug auf Einkommens-, Körperschaft- und Gewerbesteuer besondere Maßnahmen zur Entlastung der Unternehmen ergriffen, unter anderem:

  • Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt fälligen oder fällig werdenden Steuern
  • Anträge auf Anpassungen der Vorauszahlungen.

Hinsichtlich der Gewerbesteuer empfehlen wir, sich an Ihren Steuerberater zu wenden, da dieser eine sogenannte Massenherabsetzung aller Steuerschuldner gegenüber der Gemeinde erwirken kann.

Stundung der Umsatzsteuer

Auch die Umsatzsteuer wird offensichtlich in Schleswig-Holstein in die Stundungsregelungen mit einbezogen, wie wir heute über den Unternehmensverband Unterelbe-Westküste erfahren konnten. In einem Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen heißt es : „Die […] Steuerpflichtigen können […] Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern, die von den Landesfinanzbehörden im Auftrag des Bundes verwaltet werden […] stellen.“ Sie können diese Steuerart somit ebenfalls im Stundungsantrag mit aufnehmen.

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Die Spitzenverbände der Sozialversicherungen haben sich auf Bedingungen bei den Stundungen geeinigt. Zunächst können Beiträge der Monate März bis Mai bis zum Fälligkeitstag Juni (26.06.2020) gestundet werden. Die Stundung erfolgt zinsfrei und ohne Einholung von Sicherheiten seitens der Einzugsstellen. Sofern Sie bislang keinen Stundungsantrag gestellt haben, kann dies nachgeholt werden. Allerdings muss der Stundungsantrag grundsätzlich vor Fälligkeit gestellt sein. Eine Auflistung der anstehenden Fristen sehen sie hier:

Beitragsmonat 2020
Termine für den Beitragsnachweis (zwei Arbeitstage vor Fälligkeit der Beitragsgutschrift)
Fälligkeitstag (drittletzter Bankarbeitstag)
März
25.03.2020
27.03.2020
April
24.04.2020
28.04.2020
Mai
25.05.2020
27.05.2020

Anmerkung: Die AOK stellt beispielsweise bereits anliegenden Antrag zur Verfügung. Die Beiträge, die im März bereits dem Grunde nach fällig werden, sofern Sie noch keinen Stundungsantrag gestellt haben, wird die AOK frühestens in der zweiten Aprilhälfte anmahnen. So haben Sie noch Zeit, dafür Stundungsanträge zu stellen.

Der Antrag kann formlos gestellt werden, in jeglicher Textform (Schriftlich, per Fax oder per Mail – Nicht telefonisch). Musteranträge finden Sie rechts. Der Antragsteller muss sich dabei auf die Corona-Situation berufen, damit die beschlossenen Stundungsvereinfachungen greifen. Falls es dem Antragsteller möglich ist, sollte ein Zahlungsziel mitgeteilt werden (Quelle: Unternehmensverband Unterelbe-Westküste). 

Krankenkassen-Beitragserleichterungen

Auch bei der Krankenkasse können Sie zur Liquiditätssicherung einen Antrag auf zinslose Stundung stellen oder die Beitragsreduzierung aufgrund der Zahlung von Kurzarbeitergeld mitteilen bzw. eine Verrechnung der Beitragsansprüche mit den Erstattungsanspruch gegenüber der Bundesregierung beantragen. Eine Formulierungshilfe finden Sie hier im Downloadbereich.

Inselgemeinden bieten Steuerentlastungen für Sylter und Gewerbetreibende

Die Gewerbesteuervoraus- und Grundsteuerzahlungen für das erste Quartal 2020 sollen ausgesetzt und nicht eingezogen werden. Auch sollen derzeit keine Lastschriften durchgeführt, Mahnungen verschickt oder Verzugszinsen berechnet werden. Auch Kindergartenbeiträge werden nicht eingezogen. Diese Entlastungen sollen für alle betroffenen Unternehmen und Einwohner, unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Situation, gelten und bedürfen keiner Beantragung.

Anträge auf Stundung zur Gewerbesteuer finden Sie rechts.

Stundung von Darlehen

Die ersten Banken beginnen, für Unternehmen Stundungsanträge für Darlehen zu prüfen. Sofern Sie einen entsprechenden schriftlichen Antrag bei Ihrer Hausbank stellen möchten, hier eine Formulierungshilfe:  „Hiermit beantrage ich aufgrund der aktuellen Situation die Stundung meiner Darlehen (Nr. XXXXXX und Nr. XXXXXX) bis zum 31.12.2020“ (Quelle Unternehmensverband Unterelbe Westküste)

Abschlagssenkungen der EVS

Die Energieversorgung Sylt GmbH (EVS) bietet auf Antrag Abschlagssenkungen für ihre Gewerbekunden an. Vorerst für zwei Monate können auf Antrag (!) erhebliche Senkungen der jeweiligen Monatsabschläge eingeräumt werden. Die EVS bittet für diese Senkung folgendes zu beachten:

  • Es können nur Unternehmen berücksichtigt werden, die unmittelbar von der Corona-Krise betroffen sind (z.B. Hotels, Gaststätten etc.).
  • Insbesondere im Gas- / und Wärmebereich bewirkt die Senkung des Monatsabschlages dennoch höhere Nachzahlungen in der nächsten Abrechnung, da in der Regel nur ganzjährig gleichbleibende Monatsabschläge höhere Nachzahlungen vermeiden.

Den Antrag finden Sie rechts im Downloadbereich. 

Monatsabos / Zeitfahrkarten Nahverkehr

Leider hat die NAH.SH noch keine Regelung gefunden, wie mit den Monatsabos für die durch die Betriebsschließungen betroffenen Mitarbeiter umgegangen wird. Eine entsprechende Anfrage läuft, wir warten aber noch auf Antwort. Denken Sie daher daran, die Abos ggf. bis 31.03.20 zu kündigen. Sie können dann später – wenn es wieder zur Vollbeschäftigung etc. kommt – die Abos wieder neu beantragen.

Aussetzung der Insolvenzantragsfrist

Wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Unternehmen die sich nun abzeichnenden schwierigen wirtschaftlichen Folgen der Krise überstehen. Die Insolvenzantragspflicht wird bis zum 30.09.2020 ausgesetzt
Mehr dazu hier.

 

 

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